Ausstellung zum misereor-Hungertuch: "Selig seid ihr…"

Misereor-Hungertuch.
Misereor-Hungertuch.

Haus Völker und Kulturen in Sankt Augustin vom 26.4. bis 29.6.2007

Der Künstler des diesjährigen misereor-Hungertuches kommt aus China. Li Jinyuan hat seinem Werk die Bergpredigt bei Mt 5,1-11 zugrunde gelegt. Neben dem Hungertuch werden weitere Werke des Künstlers ausgestellt. Veranstalter sind: das China-Zentrum, des Institut Monumenta Serica und Misereor.

Prof. Li hat an der Chengdu Normal University eine Professur für chinesische Malerei und unterrichtet Meisterschüler. Zahlreiche Ausstellungen, Studienaufenthalte im asiatischen und europäischen Ausland und internationale Ausstellungen kennzeichnen seinen Weg.

Erst 1979, nach Kulturrevolution, Gefängnis und Umerziehungslager, konnte er die Malerei zu seinem Beruf machen.

Seine Bilder, gleich in welcher Technik sie gestaltet sind -ob traditionell in chinesischer Tusche und Acryl, monochrom oder in sprühendem Farbenglanz, schnell auf dem Weg skizziert mit schwarzem Filzstift oder sorgfältig aufgebaut in Öl- immer kreisen sie um das große Thema von Himmel und Erde, von Göttlichem und Irdischem, von Mensch und Natur.

Gedanken zum Hungertuch


"Selig seid ihr ….": In den vier roten Kreisen (von oben links nach rechts fortl.) hat Li Jinyuan vier der Seligpreisungen szenisch dargestellt:

"Selig, die arm sind vor Gott": Hier wird das mühsame Leben der ethnischen Minorität der Yi dar, die im Südwesten Chinas lebt, dargestellt. Das schwarze Kreuz symbolisiert das Hinabgehen Jesu zu den Armen und Entrechteten.

"Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden": Eine düstere Gefängnisszene; durch die Stäbe des winzigen Fensters erahnt man die Umrisse eines alten Kaiserpalastes - Symbol für Feudalsystem und Diktatur.

"Selig die Trauernden": Ein Lehrer gibt einen Trost anderer Art weiter, Bücher als Symbole des Wissens und der Bildung. Bildung ist in China und vielen Ländern des Südens für arme Eltern kaum zu finanzieren. Noch schwieriger ist es für Menschen mit Behinderungen, Zugang zu Bildung und Ausbildung zu bekommen.

"Selig, die Frieden stiften": Wir sehen eine Szene voller Harmonie -  Löwe, Pandabärin, Lämmer, Böcke und Menschen lagern beieinander - Eine Vision vom Frieden zwischen Mensch und Natur.

Lesen Sie mehr zum misereor-Hungertuch im Internet:
www.misereor.de
www.china-zentrum.de

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