Schwester Lucia gestorben

Am 3. Januar 2008 verstarb im Seniorenheim St Josef Schwester Lucia. Sie wurde als ältestes von vier Kindern der Familie Hellmann 1931 in Münster geboren. Ihre Eltern gaben ihr den Namen Marie-Luise. Nach der Mittleren Reife erhielt sie ihre Berufsausbildung bei der Post, wo sie bis zu ihrem Eintritt in unsere Ordensgemeinschaft vor allem als Telefonistin tätig war. Schon als jugendlicher Mensch wandte sie sich mit einem Kreis mehrerer Freundinnen franziskanischer Lebensweise im dritten Orden des Heiligen Franziskus zu.

Nach der ersten Profess erlernte sie ihren eigentlichen Beruf, die Krankenpflege. Als Pflegerin arbeitete sie in unseren Häusern in Griethausen, Meckenheim und Münster. Fast 20 Jahre war sie zuletzt in der ambulanten Pflege in Duisburg-Homberg tätig. Hier war sie maßgeblich am Aufbau der Sozialstation beteiligt, diese Arbeit tat sie besonders gerne. Ihre frohe und einfühlsame Natur ließ sie schnell in Kontakt mit Menschen kommen.

Dann kam der große Einschnitt in ihr Leben. Aus ihrer Tätigkeit wurde sie 1992 durch einen Unfall mit dem Fahrrad herausgerissen. Durch den Sturz erlitt sie schwere Kopfverletzungen. Damit begann für sie ein schwerer Weg zurück ins Leben. Lange Zeit verbrachte sie in Krankenhäusern, es folgte eine Behandlung in einer Neurologischen Reha-Klinik. Fast sechzehn Jahre meisterte sie mit Hilfe ihrer Umgebung ihr nun eingeschränktes Leben als Folge dieser Verletzungen. Trotzdem war sie der fröhliche Mensch der sie auch vorher gewesen war. Meistens empfing sie Pflegekräfte und Besucher mit ihrem unbeschwerten Lachen. Ihre tiefe Frömmigkeit kam ihr dabei zu Hilfe und sie sang gerne die vielen Lieder, die sie in der Franziskanischen Jugend gelernt hatte. Eine große Dankbarkeit, auch für die kleinsten Kleinigkeiten, zeichnete sie aus.

Die letzten Lebensjahre bis zu ihrem Tode verbrachte sie als Heimbewohnerin im Seniorenhaus St. Josef in Meckenheim.

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