63 Kurzporträts von Frauen

Anfang Dezember kam auf der Rückfahrt von Ahlen nach Ratingen Ulrike Rossi – Epke auf einen Sprung herein.

Sie ist Vorstandsmitglied von kulturelle e. V., der das Buch "Im Garten der Roswindis" herausgebracht hat. Es enthält 63 Kurzporträts von Frauen, die alle aus dem Landkreis Warendorf stammten oder hier lebten oder noch leben und die in ihrer je eigenen Weise den Willen zu eigener Lebensgestaltung verkörpern.

Eine dieser porträtierten Frauen ist Elisabeth Tombrock aus Ahlen. Sie war so glücklich an ihrem Erstkommuniontag, dass sie den Herrn bat: "Herr gib mir Seelen, gib mir einen Beruf in dem ich Menschen glücklich machen kann". Hier schon legte sie den Grund zu ihrer späteren Lebensausrichtung. Sie war oft schwer krank, doch das hinderte sie nicht, den Beruf der Lehrerin zu wählen. Als ihre Krankheit sie in die Nähe des Todes brachte, hatte sie nur noch den einen Wunsch, nach Lourdes zu fahren. Später wusste sie nicht mehr genau, was sie erhofft hatte aber sie erlebte die wundersame Heilung ihrer Hand, die von Knochentuberkulose zerfressen war. Fortan spürte sie das tiefe Bedürfnis für diese Gnade zu danken, es stürzte sie aber auch in einen tiefen Zwiespalt, sollte sie weiter Lehrerin bleiben, sie liebte diesen Beruf über alles, oder rief Gott sie ganz nahe in seine Nachfolge?
Buch

Sie begegnete dem Bischof Amandus Bahlmann OFM aus Brasilien. Er vermochte sie sofort für sein Anliegen, Frauen die sich für die große Not der Bevölkerung am Amazonas bereit fanden, zu gewinnen. Das erlöste sie aus dem Hin- und Hergerissensein. Sie, die nie zuvor so etwas in Betracht gezogen hatte, folgte ihm ganz kurzentschlossen nach Santarem in Brasilien. Hier konnte sie beides miteinander verbinden, sie konnte Lehrerin und Ordensfrau sein. In Santarem wurde sie die Mitgründerin unserer Ordensgemeinschaft, den "Missionsschwestern von der Unbefleckten Empfängnis der Mutter Gottes", sie pflanzte ihren späteren Schwestern und Nachfolgerinnen eine große Liebe zu Kindern, besonders Waisenkindern ein. Es folgten ihr aus Deutschland mehr als 300 Frauen in ihre Ordensgemeinschaft, die meisten von ihnen in die Überseemission.

Sie war vierzehn Jahre bettlägerig und solcherart schwerkrank, leitete sie bis 1936 den Orden.  Sie begründete eine ordensinterne Schrift, die lange unter dem Namen. "Im Garten der Makellosen" erschien. Abgesehen von regen Briefwechseln war dieses Heft das Forum wo sie den Schwestern begegnete und die Schwestern ihr und untereinander in Austausch, Berichten, und Beiträgen.

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Amandus Bahlmann und Elisabeth Tombrock