Zwei Goldene Professjubiläen im August 2012

Schwester Gertrud (l.) und Schwester Johanna (r.).

Am 15. August 1962 legten Schwester Johanna Hohnhorst und Schwester Gertrud Nienhaus ihre ersten Gelübde in unserer Ordensgemeinschaft ab.

Sie kamen beide mit der Vorstellung und dem Wunsch wie die meisten unserer Schwestern in die Mission gesandt zu werden. Es war damals gerade die Zeit da viele Missionarinnen in Übersee die neu gegebene Möglichkeit nutzten, ihre Mitschwestern und ihre Familie wieder zu sehen. Ihre Berichte und Erzählungen feuerten die Missionsbegeisterung auch der Neueintretenden an. Doch für beide, Schwester Johanna und Schwester Gertrud hieß es, hier im Lande bleiben, um in Aufgaben des Ordenseingesetzt zu werden.

Schwester Johanna ist in Visbek in Oldenburg geboren – damals ein Ort, aus dem viele Ordensberufe kamen. Im August 1959 trat sie in unsere Ordensgemeinschaft ein. Zunächst wurde sie Pastoralreferentin und arbeitete mehrere Jahre in diesem Beruf in der Pfarrgemeinde Sankt Michael in Münster. Sie bildete sich zur Exerzitienbegleiterin weiter. In entsprechenden Bildungsangeboten holte sie sich weitere Fachkenntnisse, Menschen in ihren inneren Nöten begleiten zu können. Doch bald wurde sie mit Leitungsaufgaben in der Ordensgemeinschaft betraut. Sechs Jahre war sie in USA als Generalvikarin der Ordensgemeinschaft tätig.

Mit Unterbrechungen hat sie in unserer Provinz lange Zeit das Amt der Provinzoberin wahrgenommen und ist gegenwärtig noch als solche tätig. Viele Auslandsreisen hat sie in diesen Funktionen zu Kapiteln und Versammlungen unternommen. Dabei konnte sie immer auch intensive Kontakte in die Missionen und zu den Mitschwestern knüpfen.

Schwester Gertrud kommt aus Bocholt im Westmünsterland. Sie trat ebenfalls im August 1959 in unsere Gemeinschaft ein. Den größten Teil ihres Ordenslebens verbrachte sie in Meckenheim im Dienst an alten Menschen. In Bonn erlernte sie die Krankenpflege. Im Sankt Josef Altenheim in Meckenheim war sie in der Pflege, im Stationsdienst und nebenher in der Buchhaltung tätig.

Nach Aus- und Weiterbildung zur Heimleiterin war sie im Altenheim Sankt Josef in dieser Funktion bis zur Übergabe des Hauses an einen neuen Träger tätig. Besonders lag ihr die Begleitung Sterbender am Herzen. Vielen Menschen hat sie die letzten Schritte erleichtert und über die Schwelle hinüberbegleitet.

Als sie einen mehrwöchigen Aufenthalt bei den Mitschwestern in Namibia zum Geschenk erhielt, empfand sie das als kleinen Ausgleich des Himmels dafür, dass ihr großer Wunsch, Missionarin im Ausland zu sein, nicht in Erfüllung gegangen ist.

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