Ein Beitrag zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Elisabeth Tombrock und die Missionsschwestern von der Unbefleckten Empfängnis der Mutter Gottes


Im November 2016 erhielten Greta (14) und Franziska (13) wichtige Post: einen Brief der Körber-Stiftung aus Hamburg, der die Ausschreibung und das Begleitmaterial zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten enthielt. Für die Schülerinnen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Münster-Kinderhaus stand sofort fest: "Da machen wir wieder mit!"

Geschichtswettbewerb

Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ist ein Forschungswettbewerb für Kinder und Jugendliche. Er findet in zweijährigem Turnus zu einem bestimmten Thema statt. 2016/17 lautete das Thema: "Gott und die Welt. Religion macht Geschichte." Bundesweit waren Schülerinnen und Schüler aufgefordert zu untersuchen, auf welche Weise Religion und Glaube Spuren im Alltag von Menschen hinterlassen haben. Vielerorts führten Kinder und Jugendliche Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen durch und suchten Gotteshäuser, Gedenkstätten und Archive auf.

Das Ausschreibungsheft zum Geschichtswettbewerb.

Erste Recherchen

Auch Greta und Franziska begaben sich auf Spurensuche. Im Stadtarchiv Münster fanden sie das Buch: "Endlich hat einer Mut zu sprechen. Clemens August Graf von Galen und die Predigten im Sommer 1941". Die darin erwähnten "Immaculata-Schwestern", die im Sommer 1941 von den Nationalsozialisten aus Münster vertrieben worden waren, weckten ihr Interesse.  "Wer waren diese Immaculata-Schwestern?", wollten die Schülerinnen herausfinden. Erste Informationen lieferte die Website der "Missionsschwestern von der Unbefleckten Empfängnis der Mutter Gottes". In der Bibliothek des Stadtarchivs fanden Greta und Franziska zwei Bücher und eine Broschüre über die Missionsschwestern.

Weitere Spurensuche

Was jetzt noch fehlte, waren historische Quellen, die ihre zentrale Forschungsfrage: "Wer war Elisabeth Tombrock und was hat sie dazu bewegt, in Münster einen Frauenorden zu gründen?" beantworten konnte. Hier half ein Besuch im Provinzarchiv der Missionsschwestern in der Bäckergasse in Münster weiter. Im Provinzarchiv fanden die Schülerinnen alte Dokumente, die teilweise von Elisabeth Tombrock selbst verfasst worden waren. Außerdem alte Chroniken und viele Fotos. Wissen wollten Franziska und Greta auch, wo heute noch an Mutter Immaculata gedacht wird. In der Stadt Ahlen, der Geburtsstadt von Elisabeth Tombrock, suchten sie Gedenkorte auf, die an die Ordensgründerin erinnern.

Die Geschichtsarbeit

Ergebnis der Spurensuche ist eine spannend geschriebene, 32 Seiten starke Geschichtsarbeit mit vielen Fotos, einem Arbeitsbericht und der Erkenntnis: Elisabeth Tombrock war eine bemerkenswerte Frau, die viele junge Frauen für den Orden begeistert hat. So konnte eine heute in vielen Ländern der Welt tätige Ordensgemeinschaft entstehen.

Für ihre Arbeit haben Greta und Franziska einen Förderpreis erhalten. Herzlichen Glückwunsch!


Dokumentation "Gott und die Welt"

Schülerinnen und Schüler aus Münster schrieben 154 Beiträge zu unterschiedlichen Themen. Eine vom Stadtarchiv Münster erstellte Dokumentation präsentiert diese Arbeiten.
Schülerinnen und Schüler aus Münster schrieben 154 Beiträge zu unterschiedlichen Themen. Eine vom Stadtarchiv Münster erstellte Dokumentation präsentiert diese Arbeiten.

Die Dokumentation "Gott und die Welt" und auch sämtliche Original-Arbeiten stehen zur Einsichtnahme in der Bibliothek des Stadtarchivs Münster bereit.
Weitere Informationen finden Sie unter www.stadt-muenster.de.

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