„Das Evangelium ist universell“

Sr. Rosivonete

Rosivonete Nascimento Silva ist Brasilianerin. Mit 26 Jahren ist sie der Ordensgemeinschaft der Missionsschwestern von der Unbefleckten Empfängnis der Mutter Gottes in Salvador beigetreten. Im nächsten Jahr feiert sie ihr Silbernes Ordensjubiläum. Sie berichtet , warum sie derzeit in den USA lebt.
Mit dem Winter in den USA tut sich Schwester Rosivonete gelegentlich schwer. Ansonsten fühlt sich die Brasilianerin in der „neuen“ Kultur wohl.

Der Hauptgrund, in die USA zu gehen, war, Englisch zu lernen. Anfangs war es eine Herausforderung für mich zu verstehen, was die Mitschwestern und andere Leute sagten. Ich kannte viele Wörter und Ausdrücke einfach nicht. Ich lebe in einer internationalen und interkulturellen Gemeinschaft. Zu unserer Kommunität gehören Schwes-tern aus Vietnam, Amerika und China, die in zwei Pfarreien mitarbeiten. Unser Konvent heißt St. Agatha und liegt im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Meine zwei Mitschwestern Dilecta und Clara leben seit fünf Jahren in Brooklyn und unterstützen das Pastoralteam in der Evangelisation der chinesischen Mit-christen. Sie organisieren Wallfahrten, besuchen chinesische Mitchristen und beten den Rosenkranz mit ihnen, halten Bibelstunden, erteilen Katechese für Kinder und Jugendliche und bereiten sie auf den Empfang der Sakramente vor. Schwester Dilecta ist in der Pfarrei St. Agatha und Schwester Clara in der Kathedrale-Gemeinde eingesetzt.

„Ich liebe alle Kulturen“

Ich studiere an der Rennert-Schule in Manhattan mit Klassenkameraden aus verschiedenen Ländern: aus Japan, Kolumbien, Guinea, Deutschland, China, Russland und Argentinien. Wir sind eine große internationale Familie, in der einer dem anderen hilft. Außerdem führe ich jede Woche Online-Gespräche mit meinen amerikanischen Mit-schwestern in Denville, New Jersey, die mir bei der Aussprache und beim Sprechen helfen. Die beste Art, eine Sprache zu lernen, ist wohl, mit Menschen zusammenzuleben, die sie als Muttersprache haben. Vor einigen Jahren hatte ich die Möglichkeit, an internationalen Treffen unserer Ordensgemeinschaft in Taiwan, Namibia und Angola teilzunehmen. Es waren jeweils nur wenige Wochen in jedem Land. Aber dabei habe ich festgestellt: Es gibt Unterschiede bei der Art der Speisen, der Bedeutung der Wörter oder bei den Essenszeiten. Aber für mich sind diese Faktoren keine großen Hindernisse. Ich bin fasziniert von der Schönheit der Vielfalt einer jeden Kultur. Ich liebe sie alle.

Ich bereue es daher auch nicht, Ja gesagt zu haben, um zwei Jahre in diesem Land zu leben. Und wenn nötig, bin ich auch bereit, danach außerhalb meines Heimatlandes zu arbeiten und zu leben. Heutzutage haben wir viele Möglichkeiten, trotzdem mit unserer Familie eng in Kontakt zu bleiben. In ein Land gesandt zu werden, um missionarische Aufgaben zu erfüllen, hat viele Vorzüge: Wir lernen neue Ver-haltensweisen und Einstellungen in den Kulturen kennen. Das Evangelium ist universell, schon deshalb können wir nicht nur im eigenen Land bleiben. Wir sind Missionare. Jesus hat uns berufen, das Evangelium in der ganzen Welt zu verkünden. Ich möchte alle mit dieser Erfahrung ermutigen. Habt keine Angst! Jesus ist auf der Reise gegenwärtig. Die biblischen Verse von der Verheißung Jesu vom hundertfachen Lohn (Markus 10, 28-30) und der Missionsauftrag (Markus 16,15) inspirieren mich dabei sehr in meinem geistlichen Leben.

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