Erinnerungen an die Seligsprechung von Sr. Dulce Lopes Pontes am 22. Mai 2011

„Schließlich, nach langer Zeit, bin ich nun unterwegs, das Leben, nach dem ich mich gesehnt habe, zu beginnen, und in dem mich Gott, so hoffe ich, mich zu dem Tag führen wird, an dem ich in die ewige Seligkeit eintrete, und an dem er mir als seine demütigste Dienerin gewährt, die unvergleichliche Freude seine Königreichs zu erleben.“ (Sr. Dulce Lopes Pontes)

Am 13. März 1992 starb Sr. Dulce im Alter von 77 Jahren. In vielen Dörfern und Städten Brasiliens trauerten die Menschen um den Engel von Bahia. Und auch wir, ihre Mitschwestern in Deutschland, Asien, den USA und Namibia, vermissten sie schmerzlich.

Missionsschwestern in der Kapelle des Dom-Amando-Konvents.
Missionsschwestern in der Kapelle des Dom-Amando-Konvents.
Schwestern aus allen Ländern vor einer Statue Sr. Dulces.
Schwestern aus allen Ländern vor einer Statue Sr. Dulces.

Als Sr. Dulce noch lebte, versprach sie: „Wenn ich bei Gott im Himmel bin, werde ich ihn bitten, weiterhin denen zu helfen, die es nötig haben. Meine Mission wird nicht enden.“ Schon bald machten Frauen und Männer, die an Sr. Dulces Hilfe durch deren Fürbitte an Gott glaubten, Heilungserfahrungen. Daher setzten sich viele Katholikinnen und Katholiken für eine Seligsprechung des Engels von Bahia ein. Noch unter dem Pontifikat Papst Johannes Paul II. begann im Jahr 2000 der Seligsprechungsprozess. Der Heilige Vater hatte Sr. Dulce 1980 in Brasilien kennengelernt. Anlässlich seines Brasilienbesuchs 1991 besuchte er sie ein zweites Mal. Zu diesem Zeitpunkt war Sr. Dulce schon schwer krank.

Gedenkstätte Sr. Dulce.
Gedenkstätte Sr. Dulce.
Gedenkstätte Sr. Dulce.
Gedenkstätte Sr. Dulce.

Es war dann Papst Benedikt XVI., der am 10. Dezember 2010 das Dekret der Seligsprechung unterzeichnete. Die Feier der Seligsprechung fand am 22. Mai 2011 in Salvador da Bahia statt. 70 000 Gläubige nahmen an der feierlichen Zeremonie statt. Darunter auch Missionsschwestern aus allen unseren Provinzen. Für die deutsche Provinz vom Heiligen Josef hatte sich Sr. Magdalena Heeke auf die Reise gemacht. Sie erinnert sich:

„Für uns Missionsschwestern von der Unbefleckten Empfängnis der der Mutter Gottes war das ein unvergesslicher Tag. Es regnete zwar in Strömen, aber trotzdem herrschte bei den Menschen eine große Freude. Es wurde laut gejubelt, als Menschen ein großes Bild von Sr. Dulce enthüllt wurde.“

Feier der Seligsprechung am 22. Mai 2011.
Feier der Seligsprechung am 22. Mai 2011.

Dom Lorenzo Baldisseri, apostolischer Nuntius von Brasilien, nahm die Seligsprechung vor. Als Vertreter von Papst Benedikt XVI. verfolgte der emeritierte Erzbischof von Salvador Bahia, Geraldo Majella Kardinal Agnelo, die Zeremonie.

Am Tag nach der Seligsprechung begaben sich unsere Schwestern auf Spurensuche. „Mit einem großen Doppeldecker-Bus fuhren wir los und besuchten Orte, die an Sr. Dulce erinnern“, berichtet Sr. Magdalena. „Sogar ein Museum gibt es, das Sr. Dulces Lebenswerk gewidmet ist. Berührend fand ich, am Sarkophag  von Sr. Dulce zu stehen, auf dem sich viele Fotos von Menschen befanden, die sie verehren. In besonderer Erinnerung ist mir die Begegnung mit Sr. Dulces leiblicher Schwester, die mich herzlich in den Arm genommen hat.“

Am Sarkophag von Sr. Dulce.
Am Sarkophag von Sr. Dulce.
Sr. Magdalena Heeke (li.) und Sr. Dulces leibliche Schwester (re.).
Sr. Magdalena Heeke (li.) und Sr. Dulces leibliche Schwester (re.).

Sr. Magdalena hat schöne Erinnerungen an die Feier der Seligsprechung in Bahia. Nun freut sie sich auf die Feier der Heiligsprechung in Rom zusammen mit Missionsschwestern aus Brasilien, Deutschland, den USA, Namibia und Asien am 13. Oktober 2019.

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