Heiligsprechung von Sr. Dulce Lopes Pontes am 13. Oktober 2019 in Rom: Eindrücke und Erlebnisse aus Rom

„Sie war der Engel von Salvador da Bahia, die all den armen Menschen in Not geholfen hat. Viele vergleichen sie mit Mutter Theresa von Kalkutta. Ihr Lebenszeugnis finde ich jedes Mal von Neuem beeindruckend. Dulce stammte aus einer wohlhabenden und in der Gesellschaft anerkannten Familie und gab alles auf, um Jesus Christus nachzufolgen.“
(Bischof Johannes Bahlmann, Synodenblog, Tag 8: Ordensfrauen vor den Vorhang.)

Bischof Johannes Bahlmann aus Brasilien ist ein langjähriger Freund unserer Gemeinschaft. Deshalb freuten wir Schwestern uns sehr, dass wir nach unserer Ankunft in Rom am 12. Oktober mit ihm einen Begrüßungsgottesdienst feiern durften. Etwa 120  Menschen kamen in der Franziskaner-Kirche Sant'Egidio in Borgo zusammen: 71 Missionsschwestern aus aller Welt, aber auch Freundinnen und Freunde unserer Gemeinschaft, die meisten davon aus Brasilien.  Bischof Bahlmann kannte Sr. Dulce. In seinem Synodenblog vom 10.10.2019 schrieb er:

„Ich sah sie schon von weitem, als ich heute morgen auf dem Weg zur Synodenaula über den Petersplatz ging: die großen Bilder der fünf Seligen, die der Papst am Sonntag heiligsprechen wird. Für die meisten ist John Henry Newman der bekannteste. Nicht für mich: Ich durfte eine der fünf neuen Heiligen persönlich kennenlernen. Schwester Dulce dos Pobres aus Salvador da Bahia habe ich 1985 zum ersten Mal getroffen. Ihr Bild auf der Fassade des Petersdoms zu sehen, ging mir sehr nahe.“ (www.vaticannews.va)

Am Sonntag, den 13. Oktober, brachen wir zeitig zur Feier der Heiligsprechung auf. Große Bilder der fünf neuen Heiligen: John Henry Newman, Sr. Giuseppina Vannini, Sr. María Teresa Chiramel Mankidiyan, Margarita Bays und Sr. Dulce Lopes Pontes, waren weit sichtbar am Vatikan angebracht. Die Sonne schien strahlend. Frohen Herzens feierten alle Gläubigen die Heilige Messe und nahmen sich die Worte unseres Heiligen Vaters zu Herzen, der uns dazu aufforderte, ein Licht der Liebe inmitten der Finsternisse der Welt zu sein.

Wir Schwestern aus Deutschland, eine kleine Gruppe inmitten von über tausend Menschen aus allen Ländern der Welt, waren sehr bewegt. Hier auf dem Petersplatz in Rom hatten wir das Gefühl: Wir erleben Weltkirche. Wir erleben eine bunte Kirche und auch eine junge Kirche, denn zahlreiche Jugendliche und junge Erwachsene hatten sich auf den Weg gemacht. Auch viele unserer jungen Schwestern aus Asien, Afrika und Brasilien.

Nach dem Gottesdienst suchten die einen von uns die Stille einer Kirche, andere spazierten oder pilgerten durch Rom. In einem Laden konnten Andenken an Sr. Dulce erworben werden, darunter Bildchen, Rosenkränze und Schlüsselanhänger. Menschen kamen miteinander ins Gespräch und erzählten einander, welche Bedeutung die Heilige Sr. Dulce für sie hat. Gleichzeitig wählten sie mit viel Liebe Geschenke für die Freunde und Verwandten in ihren Heimatländern aus. Abends trafen wir Schwestern uns wieder und ließen bei einem Essen den Tag Revue passieren.

Am Montag, den 14. Oktober feierten wir in der Kirche Sant’Andrea della Valle eine Messe mit dem Erzbischof Murilo S.R. Krieger SCJ (Erzbischof von Sao Salvador da Bahia – Primas von Brasilien). In seiner Predigt sagte er:

„Die heilige Dulce der Armen brachte Strahlen des göttlichen Lichtes in diese Welt (…), sie brachte Licht für die vielen Menschen, die medizinische Versorgung suchten, ein freundliches Wort oder eine Geste der liebevollen Sorge. Sie war der lebendige Beweis dafür, dass „die Heiligen die wahren Träger des Lichts in der Geschichte sind, denn sie sind Männer und Frauen des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe“. (…)

Nach dieser Messe waren die Feiern der Heiligsprechung für Sr. Dulce abgeschlossen. Wir Missionsschwestern reisten in unsere Länder zurück. Dankbar dafür, dass wir etwas erlebt haben, das man nicht in Worte fassen kann. Die Heilige Schwester Dulce der Armen bitten wir um Fürsprache für alle, die in Not sind. Möge sich unsere Kirche und unsere Gemeinschaft von ihrem Lebenszeugnis immer neu inspirieren lassen.

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