Nachlese zum 6. Sonntag im Jahreskreis: 13. Februar 2021

Lesung: Lev 13,1-2. 43ac.44ab.45-46
Evangelium: Markus 1, 40-45

Wenn uns nicht wohl ist in unserer Haut, dann können wir uns berühren und anrühren lassen von Gottes heilender Nähe.

Texte von Prof. Dr. Lüke,  Münster, zur Verfügung gestellt:

Einführung:

Lesung und Evangelium sind sich heute einmal einig, was das Thema angeht: Es geht um Aussatz und um Aussätzige. – Das AT erzählt, wie man die Aussätzigen, die mit der kranken Haut gnadenlos ausgrenzte, damit die Gesunden, die mit der heilen Haut hell und gesund blieben. Das NT erzählt, wie Jesus einen dieser Aussätzigen, dieser Ausgesetzten, dieser lebendige Toten anrührt, berührt, integriert und heilt.
Wenn uns nicht wohl ist in unserer Haut, dann können wir uns berühren und anrühren lassen von Gottes heilender Nähe. – Wenn uns jemand anvertraut ist, in dessen Fell, in dessen Haut wir nicht stecken möchten, dann dürfen wir auch den mitnehmen in diese heilende, integrierende, integer machende Nähe Gottes.

Fürbitten:

Wir wollen Gott mit Stille nach jeder Bitte um seinen Rat und um seine Hilfe bitten.
1) Lass deine Kirche, lass unsere Gemeinde zum Ort werden, an dem deine wohltuende, Leib und Seele heilende Nähe erfahrbar wird.
2) Hilf uns, die Ausgesetzten und Ausgegrenzten, die fremden Einheimischen und die einheimischen Fremden zu integrieren, wie du es getan hast.
3) Lass die Kranken, insbesondere die unheilbar Kranken auch durch unsere Zuwendung etwas von deinem Heil erfahren.
4) Lass uns die Hoffnung auf Auferstehung und neues Leben bewahren und einander mit dieser Hoffnung in den Problemen des Lebens beistehen.
5) Lass unsere verstorbenen Angehörigen, lass allen, die den Weg ihres zeitlichen Lebens beenden, dein ewiges Leben aufgehen.
Um all das bitten wir durch Christus, unsern Herrn. Amen.

Schlussgebet:

Du bist das Brot, das den Hunger stillt,
du bist der Wein, der die Krüge füllt. Du bist das Leben, Gott.
Du bist der Atem der Ewigkeit,
du bist der Weg in die neue Zeit. Du bist das Leben, Gott.
Du bist die Klage in Angst und Not,
du bist die Kraft, unser täglich Brot. Du bist das Leben, Gott.
Du bist der Blick, der uns ganz durchdringt,
du bist das Licht, das uns Hoffnung bringt. Du bist das Leben, Gott.
Du bist das Ohr, das die Zukunft hört,
du bist der Schrei, der die Ruhe stört. Du bist das Leben, Gott.
Du bist das Kreuz, das die Welt erlöst,
du bist der Halt, der uns Mut einflößt. Du bist das Leben, Gott.
Du bist die Hand, die uns schützend nimmt,
du bist das Korn, das dem Tod entspringt. Du bist das Leben, Gott.
Du bist das Wort, das uns Antwort gibt,
du bist ein Gott, der die Menschen liebt. Du bist das Leben, Gott.

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