Unterstützung für Sr. Dulce Lopes Pontes

Den Menschen in Deutschland verbunden: Sr. Dulce.
Den Menschen in Deutschland verbunden: Sr. Dulce.

Nach Deutschland reiste sie nie. Zu beschäftigt war Sr. Dulce damit, für Kranke zu sorgen, Obdachlose aufzunehmen, Straßenkindern Halt zu geben oder Sterbende zu begleiten. Dennoch fühlte sich der „Engel von Bahia“ mit unserem Land verbunden, denn zahlreiche deutsche Katholikinnen und Katholiken unterstützten ihr Werk durch Spenden. „Ich bin voller Dankbarkeit wegen der Großherzigkeit unserer lieben Schwestern, die mit ihren wertvollen Spenden den Armen und Kranken helfen“, schrieb Sr. Dulce im April 1988 an unsere damalige Generaloberin Sr. Ruthanne Steiner. „Gott weiß, wie wertvoll die Unterstützung von Sr. Hildemar ist. Ich kann mir nicht vorstellen, wie es den Kranken erginge ohne diese Unterstützung.“

Sr. Hildemar leitete viele Jahre unsere Missionsprokur.
Sr. Hildemar leitete viele Jahre unsere Missionsprokur.

Sr. Hildemar Berkemeyer (1928 - 2019), die noch viele Menschen in liebevoller und lebendiger Erinnerung haben, leitete viele Jahre unsere Missionsprokur. Mit großem Engagement unterstützte sie die Arbeit von Sr. Dulce. Um katholische Pfarrgemeinden, Schulen, Verbände und Hilfswerke für materielle Hilfe und Spenden gewinnen zu können, sammelte Sr. Hildemar Fotos, Berichte, Filme und Bücher über den „Engel von Bahia“ und gab diese Informationen weiter. Dank dieser Öffentlichkeitsarbeit erfuhren die Katholikinnen und Katholiken in Deutschland, in welchem Elend die Menschen in den Armenvierteln von Bahia lebten und wie aufopferungsvoll sich Sr. Dulce für Kranke, Arme und Obdachlose einsetzte. Und dass Sr. Dulce für ihren Dienst am Nächsten dringend Spenden benötigte.

Tatsächlich konnte Sr. Hildemar, zusammen mit anderen Missionsschwestern, Wohltäter für die caritativen Werke von Sr. Dulce gewinnen. Im Archiv der deutschen Provinz vom Heiligen Josef befinden sich zahlreiche Dokumente, die zeigen, mit wie viel Liebe und Kreativität Kinder, Jugendliche und Erwachsene Spendenaktionen für Sr. Dulce durchführten. Darunter Schulklassen, Pfarrgemeinde-Gruppen und die „action medeor (Hilfsapotheke der Welt)“.

Sr. Dulce auf der Krankenstation für Kinder.
Sr. Dulce auf der Krankenstation für Kinder.
Sr. Dulce mit zwei Krankenschwestern.
Sr. Dulce mit zwei Krankenschwestern.

Zum Austausch zwischen Sr. Dulce in Brasilien und den Freudinnen und Freunden in Deutschland trug die Missionszeitschrift KONTINENTE bei. In unserem Eigenteil informierten wir regelmäßig über Sr. Dulces Leben und Wirken. 1982 schrieb das Missionsmagazin sogar in seinem Hauptteil über den „Engel von Bahia“. KONTINENTE gab Sr. Dulce auch die Möglichkeit, sich bei den Wohltäterinnen und Wohltätern, die sie im Kampf um die Kranken und Außenseiter der Gesellschaft unterstützten, zu bedanken.

Sr. Dulce: Immer umringt von Menschen.
Sr. Dulce: Immer umringt von Menschen.

Auf die Frage von KONTINENTE: Was gibt Ihnen die Kraft, täglich diesen Dienst unter den Armen zu tun, antwortete sie: „Die Liebe zu Gott. Wenn man wirklich glaubt und liebt, denkt man nicht an den anderen Tag. Arbeit ist für Gott und er muss sorgen. Ich mache mir keine Sorgen, wie es weitergeht. Wenn ich Mitleid mit den Armen habe, dann hat es Gott noch mehr! Gott fehlt nie! Manchmal hatten wir gar nichts mehr. Wenn ich dann zu Post ging, lag ein Brief aus Deutschland mit einem Scheck für mich da. Einmal brachte uns eine Frau ihr Erspartes. Als ich nachsah, waren es 60.000 Crs. Je mehr man gibt, desto mehr bekommt man zurück.“ (Zitat aus KONTINENTE, April 1982)

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